Geschichte des Lichts
Bereits vor 300.000 Jahren benutzte der Mensch Feuer als Wärme- und Lichtquelle. Lagerfeuer – und später Kienspäne, Öl- und Talglampen – brachten Licht und Leben in Höhlen, in die kein Sonnenstrahl vordringen konnte.
Mit der Entwicklung von Ansiedlungen wurde auch im Freien Licht erzeugt: Um 260 vor Christus sendete der Leuchtturm von Alexandria Lichtsignale, aus dem Jahre 378 nach Christus gibt es Hinweise auf Straßenbeleuchtung im antiken Antiochia.
Obwohl Gebrauchsgegenstand, hatten Gefäße für die flüssigen Brennstoffe nicht nur zweckmäßige, sondern auch kunstvolle Formen. 1783 erfuhren diese Lampen durch die Erfindung des Rundbrenners eine gravierende Verbesserung. Im gleichen Jahr wurde das Verfahren entdeckt, mit dem aus Steinkohle "Leuchtgas" für Gaslaternen gewonnen wird. 1879 begann das Zeitalter der elektrischen Beleuchtung mit der Weiterentwicklung der Glühbirne durch Edison.
Die Entwicklung der Lampen und Leuchten hat besonders in den letzten Jahrzehnten an Dynamik gewonnen. Moderne Technologien, neue Werkstoffe und neue optische Systeme schaffen neue Möglichkeiten in der künstlichen Beleuchtung – und das mit optimaler Wirtschaftlichkeit und unter Berücksichtigung von Umweltbelangen.
Geschichte der Glühbirne
Erste Versuche in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zur Herstellung von Glühlampen verwendeten als Leuchtdraht einen Kohlenfaden oder verkohlten Bambusfaden unter einer evakuierten (luftleeren) Glasglocke.
Am 25. Juli 1835 führte der Schotte James Bowman Lindsay ein konstantes elektrisches Licht bei einem öffentlichen Meeting in Dundee vor. Er gab an, daß er "ein Buch in einem Abstand von eineinhalb Fuß lesen" könne. Lindsay vervollkommnete die Vorrichtung zu seiner eigenen Zufriedenheit, wandte sich danach jedoch von seiner Erfindung ab und dem Problem drahtloser Telegraphie zu.
Im Jahr 1893 konnte in einem Patentprozess nachgewiesen werden, dass Heinrich Göbel bereits im Jahr 1854 die erste Glühlampe erfunden hatte.
Thomas Alva Edison verbesserte die Glühlampe 25 Jahre später, so dass sie zu Beleuchtungszwecken eingesetzt und industriell gefertigt werden konnte. Seine Glühlampe bestand aus einer Glasbirne, aus der die Luft herausgepumpt war. In ihr war ein verkohlter Nähfaden. Er glühte hell, wenn durch ihn (aus einer Batterie) Strom floss. Obwohl sie nur 40 Stunden lang leuchtete, verdrängte sie die bis dahin übliche Gasbeleuchtung.
Der britische Physiker und Chemiker Joseph Wilson Swan entwickelte 1860 ebenfalls eine Glühlampe, bei der er als Glühfaden verkohltes Papier in einem luftleeren Glaskolben benutzte. Erst 1878 gelang ihm die Herstellung einer praktisch brauchbaren elektrischen Glühlampe. Dabei stattete er seine Glühlampen mit einer speziellen Fassung, der Swanfassung aus, die sich im Gegensatz zu den Schraubgewinden der Edisonglühlampen bei Erschütterung, zum Beispiel in Fahrzeugen, nicht lösten.
Nach anfänglichen Patentrechtsstreitigkeiten einigten sich Edison und Swan und gründeten schließlich 1883 in London eine gemeinsam betriebene Firma.